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Mi 25.04.2001
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Tischtennis-WM in Osaka - Viertelfinale:DTTB-Herren fordern China herausOsaka - Jörg Roßkopf und Co. sind bei der WM in Osaka dank Jungstar Timo Boll der letzte ernsthafte Trumpf des Deutschen Tischtennis-Bundes (DTTB). Wenige Stunden nach dem Achtelfinal-K.o. der DTTB-Damen mit 0:3 gegen China erreichte das Herren-Team durch ein 3:2 gegen Polen mit Bolls entscheidendem Sieg zum achten Mal seit 1987 in Serie ein WM-Viertelfinale. Im Kampf um eine Medaille fordern die EM-Zweiten nun am Freitag (08.00 Uhr MESZ) den hohen Favoriten China (3:1 gegen die Niederlande) heraus.
Für die Damen bedeutet dagegen das Aus die schwächste Platzierung seit Rang 13 vor zehn Jahren in Chiba und zwölf Monate nach dem Verlust des EM-Titels wohl endgültig das Ende ihrer 1996 eingeläuteten Erfolgsära. In der Nacht zum Donnerstag mussten die WM-Dritten von 1997, die sich kurz vor dem Match gegen die Chinesinnen erst durch ein 3:0 gegen Aufsteiger USA für das Achtelfinale qualifiziert hatten, in der Trostrunde um die Plätze neun bis 16 gegen Jugoslawien antreten. Roßkopf verband seinen Kommentar zum Sprung in die nächste Runde mit einem Ausblick auf das Duell mit dem Reich der Mitte: "Das Viertelfinale war unser Minimalziel. Die Partie gegen Polen war allerdings ein ganz schön schweres Stück Arbeit. Wir wollen zwar eigentlich eine Medaille, aber gegen China stehen die Chancen 1:99" meinte der Rekordnationalspieler aus Gönnern. Boll schließt Sensation nicht aus Sein Klubkollege Timo Boll machte mit einem 2:1 gegen den Fuldaer Bundesliga-Profi Tomasz Krzeszewski den Erfolg gegen Polen perfekt. Zuvor hatten Roßkopf und Peter Franz (Ochsenhausen) das DTTB-Team zweimal in Führung gebracht, doch Boll und anschließend auch Roßkopf mit seiner ersten Niederlage im fünften WM-Match mussten jeweils den Ausgleich hinnehmen. "Timo hat wieder einmal bewiesen, dass er schon ein sehr wertvoller Spieler für die Mannschaft ist", lobte Bundestrainer Istvan Korpa den 20-Jährigen. "Matchwinner" Boll selbst schließt eine Sensation gegen die Chinesen nicht aus: "Sie haben schon paar Mal ihre Videokamera bei uns in der Box gehabt und werden uns nicht unterschätzen. Aber man muss schauen, was machbar ist." Bei den Damen, die im Playoff gegen die USA durch Punkte von Ex-Europameisterin Struse, der EM-Dritten Jie Schöpp (beide Kroppach) und von Elke Schall (Coesfeld) gesiegt hatten, hielt sich die Enttäuschung über das erwartete Aus in Grenzen. "China war eben den berühmten Tick besser. Aber ich war schon von der Auslosung genervt. Mehr Lospech als wir kann man wohl nicht haben", hakte Rekordnationalspielerin Struse die Pleite schnell ab. Trost für die Damen DTTB-Cheftrainer Dirk Schimmelpfennig, einst selbst Damen-Coach, spendete Trost: "Nordkorea als WM-Finalist von 1997 in der Gruppe und Weltmeister China im Achtelfinale als Gegner war die ungünstigste Konstellation, die eine Mannschaft bei dieser WM überhaupt erhalten konnte. Das hat unser Team nicht verdient." Damen-Coach Richard Prause, dessen Team in nur etwas mehr als einer Stunde ohne Satzgewinn gegen die weltweit praktisch konkurrenzlosen Chinesinnen einging, schönte die Pleite etwas: "Man hat gesehen, dass sie auch nur mit Wasser kochen. Man meint zwar immer, es sei etwas Anderes im Topf, aber es bleibt Wasser." Gleichwohl muss der Coach nach Osaka den Neuaufbau der Mannschaft weiter voranbringen. Denn nach den Rücktritten von Europameisterin Qianhong Gotsch (Betzingen) und Olga Nemes (Bad Driburg) im Vorjahr beendet von den einstigen "Golden Girls" nun auch Schöpp ihre internationale Karriere. sid - Foto: dpa |
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Zuletzt geändert am 25. April 2001 17:52 von aj |
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