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So 08.07.2001
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Ironman-Triathlon in Roth: "Habe es Kritikern gezeigt""Eisenmann" Leder feiert dritten TriumphRoth - "Eisenmann" Lothar Leder hat seine Ausnahmestellung in der deutschen Triathlon-Szene beim Ironman in Roth eindrucksvoll bestätigt. Nur vier Wochen nach seinem Sieg bei den deutschen Meisterschaften über die olympische Distanz in Frankfurt/Main dominierte der 30 Jahre alte Darmstädter am Sonntag auch über die Langdistanz und kassierte für seinen dritten Erfolg im europäischen Triathlon-Mekka nach 1996 und 2000 ein Preisgeld von 23.000 Mark.
Für die Distanz von 3,8 km Schwimmen, 180 km Rad fahren und 42, 195 km Laufen benötigte der Modell-Athlet bei der 14. und letzten Auflage in dieser Form vor über 100.000 Zuschauern entlang der Strecke 8:10:39 Stunden. Zweiter wurde Andreas Niedrig aus Oer-Erkenschwick mit 7:57 Minuten Rückstand und kassierte dafür 17. 250 Mark. Platz drei und 11.500 Mark gingen an den Neuseeländer Cameron Brown (8:25:58). Insgesamt waren 2.641 Triathleten aus 36 Nationen am Start. Bei den Damen ging der Sieg an Nina Kraft aus Braunschweig, die ebenfalls 23.000 Mark kassierte. Die "Eisenfrau" kam nach 9:24:29 Stunden ins Ziel. Mit einem Rückstand von 2:57 Minuten wurde Gina Kehr aus den USA Zweite und kassierte 17.250 Mark. Platz drei und 11.500 Mark gingen an Lother Leders Ehefrau Nicole (9:30:13), die damit das Familienglück perfekt machte. Urlaub vor Hawaii
"Ich bin der beste deutsche Triathlet und habe es all meinen Kritikern gezeigt. Meine Rechnung ist voll aufgegangen. Jetzt mache ich erstmal Urlaub und greife dann in Hawaii wieder an", sagte Lothar Leder, nachdem er beim Zieleinlauf immer wieder demonstrativ drei Finger in die Höhe gereckt hatte, anschließend vor den begeisterten Zuschauern auf die Knie fiel und sich bedankte. "Das war mein schönster Sieg", ergänzte Publikumsliebling Leder, der 1996 in Roth als erster Triathlet unter der Marke von acht Stunden geblieben war. Auch Niedrig, der vor neun Jahren als Heroinabhängiger dem Tod noch ins Gesicht geblickt und erst 1993 mit dem Joggen angefangen hatte, konnte Leder nicht besiegen. "Lothar ist derzeit über die kurze und lange Strecke unschlagbar. Gegen ihn zu verlieren, ist keine Schande", sagte der 34-Jährige, der in den vergangenen drei Jahren jeweils Dritter geworden war. Die 1997 vom Belgier Luc van Lierde aufgestellte Fabelzeit (7:50:27) blieb unerreicht. Damit sparte sich der Veranstalter eine Sonderprämie von 345.000 Mark. Ab 2002 nicht mehr "Ironman" Radspezialist Thomas Hellriegel aus Bruchsal, der 1997 als erster Deutscher den legendären Ironman auf Hawaii gewonnen hatte und in Roth bei drei zweiten Plätzen noch immer auf seinen ersten Triumph wartet, ging mit 14:30 Minuten Rückstand nur als Fünfter auf die Laufstrecke. Bei böigen Winden und zwischenzeitlichen Schauern konnte sich der 30-Jährige nicht mehr an die Führungsgruppe heranpirschen und kassierte letztlich als Fünfter immerhin noch "Schmerzensgeld" in Höhe von 3.220 Mark. Ab 2002 darf sich der Wettkampf in Roth nicht mehr "Ironman" nennen. Weil mit dem Veranstalter der Ironman-Weltserie aus den USA keine Einigung erzielt werden konnte, wird Roth aus dem offiziellen Kalender gestrichen. Die Veranstaltung findet jedoch weiter statt, bekommt lediglich einen neuen Namen. sid - Fotos: AP, dpa |
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Zuletzt geändert am 8. Juli 2001 17:21 von aj |
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