IVWPixel Zählpixel

  Ticker    Tabellen    US Sports    Sportfoto    Übersicht 

Home     Kontakt     Site Map  

So 08.07.2001

 Sport

   vom 08.07.01

Eric Zabel gewinnt
erste Tour-Etappe

EM-Titel: Müller erzielt das "Golden Goal"
Williams verteidigt Wimbledon-Titel
"Eisenmann" Leder feiert 3. Triumph
Fecht-EM: Zwei Mal Gold zum Abschluss
Schalke: Kampf um
die Stammplätze

Molotow-Cocktails gegen Lazio-Boss
NBA: Grizzlies ziehen nach Memphis um
Celta Vigo gießt Fußballstar in Bronze


 Nachrichten



 Magazin

 Internet

Williams verteidigt Wimbledon-Titel
Ivanisevic im Wimbledon-Finale
Wimbledon-Matches fielen ins Wasser (von Samstag)

Dreisatzsieg gegen Justine Henin - Zu viel Power für die Debütantin:

Venus Williams bleibt Wimbledons Herrscherin

London - Venus Williams hat es Steffi Graf nachgemacht und als erste Spielerin seit 1996 ihren Titel bei den All England Championships erfolgreich verteidigt. Die 21-jährige Amerikanerin bezwang Justine Henin aus Belgien mit 6:1, 3:6, 6:0 und sicherte sich damit den dritten Grand-Slam-Titel ihrer Karriere. Gleichzeitig rückte sie hinter der in der Weltrangliste führenden Martina Hingis als Nummer zwei noch dichter auf. Die 19 Jahre alte Aufsteigerin Henin wird ab Montag auf Rang fünf im WTA-Computer geführt, wo sie zu Jahresbeginn noch auf Platz 39 lag.

Anklicken zum Vergrößern
Hat das Kleid für das Champions Diner bereits vor Wochen gekauft: die strahlende Siegerin Venus Williams.

Venus Willams hatte wie üblich nie einen Zweifel, dass sie das Turnier an der Church Road gewinnen würde. "Ich habe das Kleid für das Champions Diner bereits vor Wochen gekauft", sagte Williams: "Ich hatte genauso so viel Hunger nach dem Titel wie im letzten Jahr." Aus der Hand der Herzogin von Kent erhielt sie die 1886 gestiftete "Challenge Trophy" mit einem Tag Verspätung. Wegen des Dauerregens am Samstag musste das Endspiel wie bereits 1999 um 24 Stunden verschoben werden. Am Sonntag wurde es für 18 Minuten im zweiten Satz unterbrochen.

Die "Williams-Power" war für die über einen Kopf kleinere Belgierin am Ende doch zu groß. Bereits nach 21 Minuten hatte die Amerikanerin den ersten Satz für sich entschieden. Vater Richard Williams konnte entspannt in der Spielerbox seine Videoaufnahmen machen, so wie er es die ganze Woche über getan hatte. Auf das Hochhalten seiner sonst üblichen Poster verzichtete der exzentrische Tennisvater diesmal, und auch der restliche Clan schaute dem Treiben auf dem mit 13.800 Zuschauern gefüllten Centre Court eher gelassen zu.

Aufschläge pfiffen Justine Henin um die Ohren

Anklicken zum Vergrößern
Wirkte lange Zeit ungewohnt verkrampft: Justine Henin.

"Auf die Größe kommt es nicht an", hatte die nur 1,67 Meter große Belgierin immer wieder betont: "Ich war immer die Kleinste und habe gelernt, damit umzugehen." Doch anders als im Halbfinale gegen die große Favoritin Jennifer Capriati konnte die an Nummer acht gesetzte Belgierin in ihrem ersten Grand-Slam-Finale das Match trotz einer deutlichen Steigerung und dem Gewinn des zweiten Satzes nicht mehr umdrehen. Die Aufschläge von Venus Williams pfiffen ihr mit bis zu 189 Stundenkilometern um die Ohren. Henin wirkte lange Zeit ungewohnt verkrampft und fand nicht zu ihrem Rhythmus.

Im zweiten Satz wurde es vor den Augen des belgischen Thronfolgers Prinz Phillip und Prinzessin Mathilde sowie des belgischen Botschafters und Finanzministers ein ausgeglicheneres Match. Die nervenstarke Henin hatte sich vom Druck befreit und schaffte es wie angekündigt "das Finale einfach zu genießen". Nach dem Gewinn des zweiten Satzes, der von den Zuschauern frenetisch gefeiert wurde, lief in ihrem Spiel nichts mehr zusammen. Williams ließ keinen Spielgewinn der Belgierin mehr zu und verwandelte nach 1:08 Stunden den zweiten Matchball.

Bisheriger Höhepunkt in Henins Karriere

Für Justine Henin war Wimbledon der bisherige Höhepunkt ihrer Karriere. Für ihr Debüt in einem Grand-Slam-Finale kassierte sie mit rund 666.794 Mark das höchste Preisgeld ihrer Laufbahn, in der es wahrscheinlich nicht das letzte große Finale bleiben wird. Bereits als Zehnjährige hatte sie ihrer Mutter beim Besuch des Endspiels zwischen Monica Seles und Steffi Graf bei den French Open 1992 versprochen, einmal in einem Grand-Slam-Finale zu spielen. Noch immer grüßt sie die vor sieben Jahren verstorbene Mutter nach erfolgreichen Matchbällen mit einem Blick und Schlägerwurf Richtung Himmel. Dieses Mal in Wimbledon allerdings noch nicht.

sid - Fotos: dpa, AP

Zum SeitenanfangZum Seitenanfang

 Suche in RZ-Online

 RZ

Web



Sonderteil:
Tour de France


F 1
Großer F 1- Sonderteil mit Gewinnspiel »

Sonderteil zur Bundesliga
Großer Sonderteil zur Bundesliga »



Zuletzt geändert am 8. Juli 2001 17:10 von aj

» Artikel druckenDruckversion
» Schriftgröße einstellen
» Impressum