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So 24.08.2003

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Tennis: US Open in New York

Schüttler fürchtet "Steinewerfer" Arthurs

New York - Rainer Schüttler fürchtet den australischen "Steinewerfer" Wayne Arthurs, Nicolas Kiefer träumt vom großen Wurf und die übrigen zehn deutschen Tennisprofis wollen sich bei den US Open in New York zumindest achtbar aus der Affäre ziehen. Fast alle Hoffnungen ruhen allerdings auch acht Monate nach seinem Finaleinzug bei den Australian Open auf "Shaker" Schüttler.

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Rainer Schüttler

Doch bereits im Auftaktmatch wartet auf den 27-jährigen Hessen ein ganz harter Brocken. "Wayne Arthurs ist ein äußerst unangenehmer Gegner. Wenn sein Aufschlag kommt, wird es sehr schwer für mich. Mein Return wird der Schlüssel sein", prophezeite der an Position acht gesetzte Schüttler, der die beiden letzten der insgesamt vier Matches gegen den 32 Jahre alten Arthurs gewann.

Kopfschmerzen plagen den Profi

Kopfschmerzen bereitet dem bereits seit einer Woche in New York weilenden Schüttler ("Ich habe drei Tage überhaupt kein Tennis gespielt und bin wieder heiß") besonders der Aufschlag des 1,91 m großen Linkshänders aus Adelaide, der in seiner Jugend als individuelles Krafttraining Autos aus 100 m Entfernung mit Steinen bombardierte.

Dass die Bälle in diesem Jahr schneller als von Schüttler erwartet sind, spricht zudem für Arthurs. "Außerdem mag Rainer die US Open sowieso nicht sonderlich. Der Wind und das Wetter liegen ihm nicht", erklärte Schüttlers Trainer Dirk Hordorff und dämpft die hohen Erwartungen an seinen mittlerweile auch in New York allseits bekannten Schützling. Das Erreichen der dritten Runde vor drei Jahren ist allerdings bislang das beste Ergebnis der deutschen Nummer eins bei den US Open.

Schüttler will in Flushing Meadows die Weichen für Houston stellen

Trotz negativer Matchbilanz (3:4 Siege) will Schüttler in Flushing Meadows die Weichen für den mit 3,7 Millionen Dollar dotierten Masters-Cup der acht weltbesten Spieler im November in Houston stellen. "Das ist mein großes Ziel. Außerdem träume ich davon, nochmal sowas wie in Australien zu erleben", sagt der Korbacher, der in der zweiten Runde der US Open auf Nicolas Kiefer treffen könnte. Der 26-Jährige aus Hannover hatte beim ATP-Turnier in Long Island das Halbfinale erreicht und im bisherigen Verlauf der US-Tour nach Monaten voller Niederlagen und Selbstzweifel Zuversicht für einen versöhnlichen Saisonabschluss getankt.

Daviscup-Kapitän Patrik Kühnen hofft im Hinblick auf die Playoff-Begegnung im September in Sundern gegen Weißrussland in Sundern (19. bis 21. September) auch auf einen weiteren Leistungssprung der deutschen Youngster, von denen Hordorff-Schützling Maximilian Abel (Frankfurt) und Philipp Kohlschreiber (Bamberg) über die Qualifikations-Mühle den Sprung ins Hauptfeld schafften. "Besonders Maximilian hat einige kritische Momente ganz cool gemeistert. Da ist einiges drin", lobte Kühnen, der auch Tomas Behrend, Lars Burgsmüller (beide Sundern) und Alexander Popp (Mannheim) eine Überraschung zutraut.

US-Jungstar Andy Roddick gilt als großer Favorit

Einer der großen Favoriten bei den US Open ist nach seinen beiden Masters-Triumphen in Cincinnati und Montreal der an Nummer vier gesetzte US-Jungstar Andy Roddick. Im Dameneinzel läuft nach den verletzungsbedingten Absagen von Venus und Serena Williams alles auf ein belgisches Finale zwischen Kim Clijsters und French-Open-Siegerin Justine Henin-Hardenne hinaus. Damit wird erstmals seit 1998 keine Williams auf dem Centre Court des 23.000 Zuschauer fassenden Arthur-Ashe-Stadions triumphieren.

Ulrike Weinrich, sid - Foto: dpa


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Zuletzt geändert am 24. August 2003 18:03 von mwege

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